Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, BMVI
Das BMVI investiert in den nächsten Jahren rund 3 Milliarden Euro in die Tank- und Ladeinfrastruktur für Pkw und Lkw mit CO2-freien Antrieben. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur ist ein wesentlicher Teil der Maßnahmen aus dem Klimaschutzprogramm 2030.
Zielsetzung des Bundesprogramms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland (Masterplan Ladeinfrastruktur)
Aufbau einer öffentlichen flächendeckenden Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen mit meist mehreren Ladepunkten bis 2020.
Bis Ende 2021 sollen 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte verfügbar sein. Die Automobilwirtschaft wird bis 2022 mindestens 15.000 zusätzliche öffentliche Ladepunkte beisteuern.
Fördermittel:
bis Ende 2020 insgesamt 300 Millionen Euro
Höhe der Förderung:
50 Prozent der förderfähigen Kosten: Hardware (Ladesäule), Netzanschluss und Montage
Förderobjekte:
bis zu 3000 Normal- und 1500 Schnellladepunkte, insbesondere in Kommunen, z.b.:
Parkplätze von Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Sportplätzen sowie in Stadtteilzentren.
Voraussetzung für die Förderung:
öffentlich Zugänglichkeit, Betrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien
Antragsberechtigt:
Private Investoren, Städte und Gemeinden
6. Förderaufruf zum Förderprogramm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland
Start: 22.06.2020 Ende: 22.07.2020 (beendet)
Fördermittel: 35 Millionen Euro
Zugänglichkeit:
werktags für mindestens 12 Stunden
Förderfähig:
Investitionen rund um die Hardware sowie Netzanschlusskosten für Normal- und Schnellladepunkte
Auf Grundlage des im Juni 2020 verabschiedeten Konjunkturpakets will der Bund zusätzlich 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau einer modernen Ladesäulen-Infrastruktur, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und in die Batteriezellfertigung investieren.
Für den koordinierten Aufbau der Ladeinfrastruktur hat am 1. Januar 2020 die vom BMVI eingerichtete Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird sicherstellen, dass bundesweit jedes E-Fahrzeug vor Ort über eine nutzerfreundliche Infrastruktur verfügt.
Die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur ist langfristig bei der NOW GmbH angesiedelt, die bisher schon die Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur des BMVI koordiniert und steuert. Rund um den bereits bestehenden Bereich „Infrastruktur Elektromobilität“ wird die Leitstelle in den kommenden Monaten für den vollen Betrieb ausgebaut.
Der 7. Aufruf zum Förderprogramm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland soll im Frühjahr 2021 starten
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Öffentliche Ladeinfrastruktur
Dezember 2020
Die Bundesregierung, Wirtschaftsminister Altmeier (CDU), will den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos beschleunigen.
Zielsetzungen:
- ein einheitliches, einfaches Bezahlen an öffentlichen Ladestationen in Deutschland aufgrund der Vielzahl von Bezahlsystemen und unklarer Preisangaben
- zeitnahes Vorlegen einer entsprechende Novelle der Ladesäulenverordnung
- Vermeidung von Netzproblemen bei gleichzeitigem Massenladen
- 50.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte bis Ende 2021
Chronologie
November 2020
waren deutschlandweit etwa 33.000 E-Ladepunkte an öffentlichen Ladestationen installiert lt. Verband der Automobilindustrie (VDA)
Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur spricht sogar von 35.000 E-Ladepunkten.
zum Vergleich: Im Dezember 2011 waren erst 2.500 Ladepunkte, im Dezember 2018 16.100 Ladepunkte installiert lt. Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
September 2020
In Europa waren etwa 175.000 Ladepunkte für Elektroautos installiert. Die EU hat eine Zielvorgabe von 1,2 Millionen Ladepunkte bis 2025 angesetzt.
Herstelleranteile an öffentlichen Ladepunkten: allein 22.000 fertig installierte Ladepunkte in Deutschland durch den Hersteller Compleo
Februar 2019
waren rund 150.000 rein elektrisch betriebene E-Autos zugelassen (BDEW)
Die EU-Kommission empfiehlt folgende Quote: 1 Ladepunkt pro 10 Fahrzeuge
Bedarf von 70.000 Normal-Ladepunkte und 7.000 Schnell-Ladepunkte bei 1 Million zugelassenen E-Autos (BDEW)
Masterplan Ladeinfrastruktur der Bundesregierung
Errichtung von einer Million Ladepunkte bis 2030 (entspricht etwa 2.000 neue öffentliche Ladepunkte pro Woche); gegenwärtig werden 200 neue Ladepunkte im öffentlichen Bereich installiert.
Das Verkehrsministerium stellt dafür in den kommenden Jahren Förderprogramme von über 4 Milliarden Euro für private und öffentliche Ladesäulen
zur Verfügung.
Die Automobilhersteller werden nochmals 15.000 Ladepunkte auf dem Gelände von Herstellern, Händlern und Werkstätten bis 2022 beisteuern. (bereits bis Ende 2020 erfüllt)
Zusätzlich will der Bund 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau einer modernen Ladesäulen-Infrastruktur, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität und in die Batteriezellfertigung investieren.
Erstmalig werden im Jahr 2020 auch 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten bereitgestellt.